Zum Inhalt springen

Von Ján Sudimák

Ratgeber zum Deutschen Schäferhund von Ján Sudimák

Kurze Antworten auf die Fragen, die Schäferhundhalter und -züchter am häufigsten stellen – aus über fünfzig Jahren Zucht, Ausbildung und Richtertätigkeit und aus seinem Buch.

Ratgeber

Einstieg in die Zucht

  • Wie man mit der Zucht Deutscher Schäferhunde beginnt

    Beginnen Sie mit der Hündin, nicht mit dem Deckrüden. Ján Sudimák, der seit 50 Jahren Deutsche Schäferhunde züchtet, rät Einsteigern, sicherzugehen, dass die Hündin gesund und typvoll ist, ihre Ahnentafel lesen zu lernen und den Rüden gezielt für sie auszuwählen. Titel und Punkte werden nicht vererbt, angeborene Eigenschaften schon.

  • Ist meine Schäferhündin für die Zucht geeignet?

    Achten Sie darauf, was sie mitbringt, nicht auf ihre Punkte. Ján Sudimák züchtet mit einer Hündin, die gesund, typvoll, sozial und triebstark ist, und prüft, ob ihre Vorfahren dieselben Schwächen hatten. Ausstellungsbewertungen und Prüfungspunkte werden nicht vererbt, und Fehler, die sich über Generationen in einer Linie halten, übersieht er nicht.

  • Ihr erster Schäferhund-Wurf: Geburt und Aufzucht der Welpen

    Über den ersten Wurf entscheidet die Vorbereitung. Ján Sudimák bringt die Hündin rechtzeitig an den Wurfplatz, sorgt für Ruhe und beobachtet die Geburt lieber, als einzugreifen – er hilft nur, wenn es nötig ist. Nach seiner Erfahrung gehen die meisten Welpen nicht aus Schwäche verloren, sondern durch vermeidbare Umstände.

Ratgeber

Für Züchter und erfahrene Halter

  • Die wichtigsten Blutlinien des Deutschen Schäferhundes

    Der Deutsche Schäferhund geht auf eine Handvoll Stammrüden zurück, allen voran Horand von Grafrath. In seinem Buch verfolgt Ján Sudimák die Rüdenlinien hinter den Deckrüden, die von 1980 bis 2021 in der slowakischen Zucht eingesetzt wurden, und ordnet sie in 21 Blutlinienabschnitte, von Hector von Schwaben bis Quanto von der Wienerau.

  • Wie man die Ahnentafel eines Deutschen Schäferhundes liest

    Für Ján Sudimák ist eine Ahnentafel eine Aufzeichnung von Generationen, keine Titelliste. Er achtet darauf, wo sich Ahnen auf der Vater- und der Mutterseite wiederholen, auf die Qualität der Mutterlinie und schaut weit über die ersten Generationen hinaus – und er erinnert Züchter daran, dass Bewertungen und Punkte nicht vererbt werden.

  • Was ist die Körung beim Deutschen Schäferhund?

    Die Körung ist eine gründliche Bewertung von Exterieur und Wesen eines Deutschen Schäferhundes am Rassestandard und der letzte Schritt, bevor ein Hund zur Zucht zugelassen wird. Ján Sudimák, selbst Körmeister, sieht in ihr den wichtigsten Schutz, den die Rasse hat.

  • Leistungslinie oder Schaulinie?

    Ján Sudimák züchtet Deutsche Schäferhunde der Leistungslinie, stellt aber die eine Linie nicht gegen die andere. Er beurteilt jeden Hund danach, was er vererben kann – Gesundheit, Wesen, Trieb und ein gesundes, funktionales Gangwerk – und erinnert die Leser daran, dass Ausstellungsergebnisse und Titel nicht vererbt werden.

  • Wie wähle ich den Deckrüden für meine Hündin?

    Ján Sudimák beginnt mit der Gesundheit – der des Deckrüden, seiner Geschwister und seiner Vorfahren. Dann sucht er einen Rüden aus einer hervorragenden Mutter, körperlich und geistig gesund und selbstbewusst im Wesen, und wägt nur ab, was sich vererben lässt, nie Titel oder Punkte.

  • Wann ist der beste Tag, um eine Schäferhündin decken zu lassen?

    Einen festen Tag gibt es nicht: Jede Hündin und jede Läufigkeit ist anders. Nach Ján Sudimáks Erfahrung liegt ein misslungenes Decken meist nicht am Deckrüden, und er verlässt sich nie allein auf das Zählen der Tage. Er liest mehrere Zeichen zusammen und lässt den Tag durch einen tierärztlichen Test bestätigen.

  • Ist Inzucht oder Linienzucht beim Deutschen Schäferhund gut oder schlecht?

    Weder noch, meint Ján Sudimák: Die Wahrheit liegt in der Mitte. Gut gewählte Inzucht kann die Qualitäten eines herausragenden Vorfahren festigen, verstärkt aber ebenso zuverlässig auch Fehler. Er setzt sie nur bei starken, gesunden, bewährten Hunden ein und hat erlebt, wie sehr enge Verpaarungen zu Degeneration führten.

Ratgeber

Für neue Halter

  • Wie man einen Schäferhundwelpen auswählt

    Beginnen Sie beim Züchter und bei den Eltern, erst dann kommt der Welpe selbst. Ján Sudimák wünscht sich einen Welpen, der gesund, gut genährt, lebhaft und offen gegenüber Menschen und neuen Orten ist, und rät von einem ab, der ängstlich ist oder kein Interesse an Spiel oder Kontakt zeigt.

  • Woran man einen guten Schäferhundzüchter erkennt

    Ján Sudimák beurteilt einen Züchter nach seiner langfristigen Arbeit, nicht nach einem einzelnen Glückstreffer. Ein guter Züchter zeigt stetigen Fortschritt über mehrere Generationen, vor allem in der Mutterlinie, stellt Gesundheit und festes Wesen vor Titel und zieht die Welpen unter guten Bedingungen auf.

  • Wenn Ihr Schäferhundwelpe einzieht

    Halten Sie in den ersten Tagen alles vertraut: das Futter, das der Welpe kennt, etwas, das nach seinem Wurf riecht, eine ruhige Fahrt und Zeit, bei ihm zu sein. Ján Sudimák legt außerdem Wert auf einen sonnigen, geschützten Platz, täglich sauberes Wasser und geduldige Erziehung zur Stubenreinheit.

  • Fährtenarbeit mit dem Deutschen Schäferhund: der Einstieg

    Für Ján Sudimák ist die Fährte die „Königsdisziplin“: Sie braucht Zeit und lässt sich nicht erzwingen. Er beginnt schon im Welpenalter und baut die Arbeit in kleinen Schritten auf, damit der Hund Erfolg hat und Freude an der Nasenarbeit findet, und er setzt nie Druck oder Strafe ein.

  • So beginnen Sie die Unterordnung mit einem Schäferhundwelpen

    Ján Sudimák beginnt am Tag, an dem der Welpe einzieht, und lehrt über das Spiel. Zuerst findet er heraus, was den Welpen motiviert, hält Korrekturen auf einem Minimum und belohnt jeden Erfolg, damit der Welpe selbstbewusst, arbeitsfreudig und eng mit seinem Halter verbunden aufwächst.